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  • Archive for Februar, 2012

    Das letzte Dutzend

    Mittwoch, Februar 29th, 2012

    Zwölf Stunden sind es noch. Zwölf Stunden, dann startet mein Flieger nach Palermo. “Wie fühlst Du Dich?”, habe mich viele der vielen Menschen gefragt, die sich in den vergangenen Tagen von mir verabschiedet haben. Die Antwort ist: Ich bin aufgeregt, nervös, müde, voller Vorfreude und gespannter Erwartung. Ein Gefühlsmix.

    Inzwischen sind mir die Betätigungsoptionen abhanden gekommen. Max Frisch liegt neben mir, die letzten 30 Seiten von Homo Faber will ich noch lesen, um an Gepäckgewicht zu sparen. Musik von Mumford & Sons stimmt mich auf das ein, was da kommen mag, was auch immer es sein wird.

    K. hatte mich in Hamburg mit den Briten bekannt gemacht. Am Tag nach dem Auftritt beim Lola-Slam, der mit misslungen wohl am treffendsten beschrieben ist und der mir einmal mehr poetische Grenzen aufzeigte, schwelgte ich in Erinnerungen und bereitete mich gleichzeitig auf die Zukunft vor.

    Selbige beginnt bald, morgen, nach dem Aufstehen. Es kann ein wenig dauern bis zur nächsten Wortmeldung. Ich muss mich erst ins sizilianische Chaos einordnen. Bis bald!

    Der Teufel und die Poesie

    Donnerstag, Februar 23rd, 2012

    Der Countdown läuft – unerbittlich, unaufhaltsam. In sieben Tagen sitze ich um diese Uhrzeit vermutlich im T-Shirt an einem Pensionsfenster in Palermo und blicke hinab auf die Stadt, die vier Monate lang meine Heimat sein wird. Ich vermeide es daran zu denken, was ich bis dahin noch alles zu erledigen habe.

    Stattdessen löse ich lieber ein Versprechen ein: Die Kurzgeschichte, die ich gestern im Literaturhaus Stuttgart präsentiert habe und für die Ina Peters den ersten Satz geliefert hat, steht ab sofort zur Abholung bereit – entweder direkt hier oder im Texte-Bereich dieser Seite. Und in meinem neuesten Videoblog gibt es einen kleinen Auszug zu hören.

    Es war eine Herausforderung, die Geschichte zu schreiben. Aber es hat auch großen Spaß gemacht. Nun richtet sich mein Augenmerk gen Hamburg. Dort steht übermorgen ein Poetry Slam an. Es geht also weiter im Takt. Unerbittlich, unaufhaltsam. Und bevor ich falsche Eindrücke vermittle: ich genieße das alles in vollen Zügen.

    Der Horizont kommt näher

    Donnerstag, Februar 16th, 2012

    Der Anruf platzte mittenrein in meine zurzeit ohnehin holprigen Versuche, meine italienische Sprachkompetenz aufzupeppen. Danach war an Lernen nicht mehr zu denken. Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg (kurz: FdS) hat meinen Antrag auf ein Arbeitsstipendium genehmigt und unterstützt mich in den kommenden vier Monaten in Palermo.

    Das ist nicht nur aus finanziellen Gründen eine Erleichterung. Es ist auch ein weiterer Mutmacher. Denn maßgeblich für die Frage, ob jemand beim FdS als förderungswürdig gilt, ist allein die Arbeitsprobe, die er anonym einreicht. Mit ihr allein befassen sich die Jurymitglieder, die Vita spielt keine Rolle.

    Das Leben mit Tom hat damit, nach der Auszeichnung durch die Jungen Verlagsmenschen im vergangenen Oktober, ein weiteres Mal Anerkennung gefunden. Ich habe gelernt in kleinen Schritten zu denken. Nun finde ich mich ein Stück weiter als vorgestern. Oder als Montag. Die Lesung in der Stadtbibliothek (eine Zusammenfassung gibt es auf Youtube) ist auf positive Resonanz gestoßen. Dem Publikum schien es genauso viel Spaß gemacht zu haben wie den Künstlern.

    Einige Zuschauerreaktionen wird man in der März-Ausgabe des Lift-Stadtmagazins lesen. Die Stuttgarter Nachrichten blicken schon heute zurück (links unten: “Dichten, singen, reisen”) StN-Volontär Christian Ignatzi hatte sein kurzes Interview eigentlich für den Dienstag angekündigt, wurde dann aber krank. Unser Gespräch verschob sich dadurch ein wenig – auf nach den Anruf des FdS.


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