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  • Gysi, Dörrie, Bensch

    „Was sind das nur für Menschen die Beziehungen haben, betrachten die sich denn als Staaten?“, sang Heinz Rudolf Kunze Mitte der Achtziger. Kürzlich hat der Mann keinen Roman geschrieben (Vor Gebrauch schütteln) und ihn gestern bei Open Books auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. „Ich fand’s nicht so gut“, hat mir F. erzählt, als wir auf der Party der Jungen Verlage an der Bar eher zufällig ins Gespräch kamen. Ich konnte mir kein Urteil erlauben. Ich war abgehauen, bevor Kunze die Bühne betrat. Aber ich habe zuvor ins selbe Mikro gesprochen wie er.

    Mein Text Das Leben mit Tom ist der diesjährige Gewinner des Autorenwettbewerbs der Jungen Verlagsmenschen. Das ist gestern offiziell verkündet worden. Ich weiß es seit zwei Wochen – und lief seitdem mit einem inneren Lächeln durch die Welt. Die 25 Seiten sollen das Fundament sein, auf dem ich einen neuen Roman aufbauen möchte, spätestens in Palermo. Einstweilen arbeite ich daran, die Eindrücke zu verarbeiten, die auf mich herabgeprasselt sind.

    Es hat einen gewissen Charme, auf einem Podium zu sitzen, auf dem in den vergangenen Tagen schon Gregor Gysi, Jan Weiler, Wolf Biermann und Doris Dörrie Platz genommen haben. Rund 45 Minuten dauerten Lesung und Interview. Und es ist gut gelaufen. Christina Maria Landerl, die den Wettbewerb bei seiner Premiere vor zwölf Monaten gewonnen hat, ist in diesem Jahr veröffentlicht worden. „Es wäre toll, wenn es unserem diesjährigen Gewinner auch so ginge“, hat die Moderatorin Julia Strysio gesagt. Und sie hat recht.

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