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  • In Zeiten des aufflackernden Lichts

    Da stand ich nun mitten auf der Frankfurter Buchmesse und fühlte mich verloren. Durch die Gänge der Belletristik-Hallen drängten sich am Besuchersamstag Menschenmassen und jeder schien zielstrebiger zu sein als ich. Um mich herum schwirrten Mangakids – Feen, Trolle, Fabelwesen – und es tröstete mich nicht, dass A. mir erzählte, in Leipzig sei alles noch viel schlimmer.

    Ich ging, um nicht zu stehen und schaute, ohne zu entdecken. Irgendwann verließ ich die Herde, setzte mich in die Sonne und wartete. Wartete auf den Moment, da ich ins Lesezelt gehen konnte, um weiter zu warten. Auf Eugen Ruge und seine Zeiten des abnehmenden Lichts. Der frisch gekürte Gewinner des Deutschen Buchpreises kam, machte neugierig, brachte die Zuhörer zum Lachen und zeichnete ein Häkchen hinter meinen Besuch, der sich plötzlich doch gelohnt hatte.

    Gerne hätte ich ihn gefragt, wie er das geschafft hatte, aber als ich mich umdrehte, stand eine Schlange vor ihm. Ich kaufte mir einen Hot Dog und reihte mich wieder in die Herde ein.

    Früher als erwartet erwartet mich am Samstag, 19. November, der nächste Messebesuch. Und diesmal sind die Scheinwerfer auf mich gerichtet. Auf Einladung der Jungen Verlagsmenschen (der Einfachheit halber: der JVM) lese ich im Dialogzelt der BuchBasel. Verlorene Seelen sind herzlich willkommen. Unverlorene auch.

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