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  • Die Entdeckung der Langsamkeit

    Es gibt Tage, Wochen, Monate, in denen die Zeit rast. Man will sich dann umdrehen und staunen, weil man nicht fassen kann, was da eben geschehen ist, aber man darf nicht. Weil das nächste Unfassbare bereits vor einem steht, weil man sich ihm stellen muss. Im Angesicht des Neuen verfällt das eben noch Große zu Vergangenheitsstaub, ohne dass auch nur halbwegs die Chance bestand, es zu verarbeiten.

    Im Globalen wie im Lokalen kam mir das heute endende Jahr unvergleichlich reich an Eindrücken vor, guten wie schlechten. Möglicherweise täuscht die Perspektive, neigt man doch häufig dazu, das Spürbarste zu überhöhen. Doch am Ende siegt ohnehin das Gefühl.

    Die rührenden Worte, Begegnungen und Geschenke, mit denen gestern für mich eine Ära bei der Zeitung endete, haben mich gepackt. Nun sitze ich in einer Wohnung, in der sich Reste des Jahres türmen. Ich werde sie morgen aufräumen – und mir die Zeit nehmen, über sie nachzudenken. Weil mein Entschluss auch und vor allem ein Abschied von Zwängen ist, die einen vor sich hertreiben. Weil er die Entdeckung einer neuen Langsamkeit ermöglicht. Einer, in der ich mir die Zeit nehmen will zu versuchen, die Zeit zu verstehen.

    In dem Artikel, der gestern in der Innenstadt-Beilage von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten über mich erschienen ist, schreibt Holger Gayer von Anfängen und Enden. Wir haben uns im Interview lange über Symbole und Metaphern unterhalten. Für mich ist dieses Silvester, sind diese vergangenen Tage, ein einziges Symbol. 2012 wird anders.

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