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  • Weltenbummeln in Palermo

    Es braucht nicht viel für mich, um in Italien anzukommen. Ein Schritt aus dem Haus genügt. Eigentlich reicht es schon, das Fenster aufzumachen und den Hinterhofgeräuschen zu lauschen. Wenn ich aber auf der Straße stehe, umschwärmt mich diese spezielle Art von Leben, die es nur in (Süd-)Italien zu geben scheint – auch wenn diese Via Pietro Randazzo alles andere als eine Hauptstraße ist.

    Seit sieben Tagen strahlt hier die Sonne, ungestört von spielverderberischen Wolken. Ich habe das zu ausführlichen Spaziergängen genutzt, etwa über den grandiosen Markt Ballarò oder zum Hafen, in den Orto Botanico (den Botanischen Garten) oder in die Parkanlage Foro Italico direkt am Meer.

    Faszinierend sind dabei vor allem die sprunghaft wechselnden Welten. Mit den Straßen, auf denen tatsächlich derjenige Vorfahrt hat, der am lautesten hupt, und Zebrastreifen nur Dekoration sind. Mit den Gässchen, in denen man unter weitgespannten Wäscheleinen hindurchgeht und in denen die Türen aller Häuser offen stehen. Mit den Hauptstraßen, an denen einem Aufkommen und undurchschaubare Anordnung des Verkehrs den Kopf verdrehen. Und, wenige Schritte davon entfernt, mit den Orten völliger Entspannung.

    Auf den Bänken über dem Meer werde ich bestimmt noch häufig dem Rauschen der Wellen zuhören, die gegen die Felsen klatschen. Die lebendige Stadt, das zuweilen etwas hyperaktive Palermo, ist dort so nah und doch so weit weg.

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