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  • Einfach losfahren – mit den Mayas

    An dem Tag, an dem es mich nach Monreale zog und ich steile Wege hinaufstieg, um auf einem Mäuerchen sitzend auf die Kathedrale zu schauen, ging ich nachmittags noch in eine Buchhandlung. Heraus kam ich mit Palermo è una cipolla von Roberto Alajmo und Einfach losfahren von Fabio Volo.

    Alajmos Essayband wollte ich schon in Deutschland lesen. Doch das Buch – aus Palermo ist eine Zwiebel wurde der reißerische Titel Palermo sehen und sterben – ist nicht mehr verfügbar. Die ersten Seiten haben mich zum Schmunzeln gebracht. Es steckt so viel Sizilien darin. Mit Fabio Volos Roman bin ich schon durch. Es war ein Glücksgriff.

    Vor etwas mehr als einem Jahr stand ich vor der Frage, wie es weitergehen sollte: wie gewohnt (und zu diesem Zeitpunkt noch) recht komfortabel als Journalist oder anders. Schnell stand für mich fest, dass ich, jung und ungebunden, etwas anderes probieren wollte. Die Frage war nur: wann?

    Der Gedanke mag zunächst albern oder abergläubisch wirken, aber letztlich hat der Trubel um die angebliche und vor einigen Tagen endgültig abgesagte Weltuntergangsprophezeiung der Mayas mit den Ausschlag gegeben, es nicht weiter vor mir herzuschieben.Weil das Leben jetzt ist, nicht später.

    Auch ich bin einfach losgefahren und habe die Entscheidung nicht bereut, obwohl es manchmal etwas kühl ist ohne den Mantel beruflicher (Schein-)Sicherheit. Und als ich Fabio Volos Roman las, war es teilweise so, als begegnete ich mir selbst.

    Hängen geblieben ist vor allem ein Satz, den Volo – soweit ich das herausfinden konnte – von Leo Tolstoi übernommen hat. „Glück besteht nicht darin, zu tun, was man will, sondern zu wollen, was man tut.“ Ich will noch viel tun.

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