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  • . . . und Stille sei mit dir

    Italiener – zumindest jene, die ich bislang kennengelernt habe – neigen nicht zum Schweigen. Sie reden viel und sie reden schnell. Kombiniert man das mit einer Stadt, in deren Straßen sich gerne einmal doppelt so viele Autos nebeneinander quetschen als vorgesehen, ist klar: zum Kurheilort taugt Palermo nicht.

    Auf der Suche nach Inspiration für einen Kurzgeschichten-Wettbewerb zum 4. Brüggener Literaturherbst bin ich jüngst nach Cefalù aufgebrochen. „Ausgerechnet Cefalù?“, mögen nun Sizilienkenner fragen. Das charmante Küstenstädtchen rund 70 Kilometer östlich von Palermo ist unter Touristen längst kein Geheimtipp mehr.Postkarten finden sich dort leicht. Aber auch die Ruhe, um eine Geschichte zu entwickeln?

    Doch mein Ziel war nicht der Strand oder die Gassen des alten Kerns, ich strebte den Felsen entgegen. Auf standfesten Sohlen ging es in den Parco della Rocca, zu den Trümmern der Festung und ihren alten Mauern. Der Aufstieg ist steinig und steil, aber die Mühen lohnen sich, allein wegen der Aussicht.

    Das Thema des Wettbewerbs lautete übrigens Der Lärm verstummt … bis Stille ist in dir. Und ich packe nun meine Tasche. Morgen beginnt eine neue Tour: Taormina, Siracusa, Catania und Agrigento. Ich rechne mit viel Lärm und viel Stille.

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