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  • Was vom Jahre übrig bleibt

    „Dies und das ist wirklich gut, aber . . .“, sagen sie. Und: „Gewöhnen Sie sich an Rückschläge. Sie werden noch einige erleben.“ Vergessen dabei nie zu betonen: „Verlieren Sie Ihren Glauben nicht. Seien Sie geduldig“. Man vernimmt die Worte, lässt sie zirkulieren, saugt das Mut machende auf, registriert aber vor allem eines: man steht mit leeren Händen da.

    Denkt man.

    Und dann denkt man genauer darüber nach. Fängt an zu vergleichen: das Bild der Entscheidungsträger mit dem eigenen. Erste Entwürfe mit den letzten. Die Erwartungen an ein Jahr voller genussvoller Momente selbstgewählter Isolation mit seinen Realitäten. Die verschiedenen Optionen fürs Heute, Morgen und Übermorgen miteinander.

    Man erkennt: sich als missverstandende Unentdeckung aufzuführen wäre purer Narzissmus, zu behaupten, alles sei umsonst gewesen, weinerliche Selbstverleugnung. Die Resultate, die man sich erhofft hat, werden – wahrscheinlich – noch eine kleine oder große Weile auf sich warten lassen. Aber das heißt nicht, dass sie nicht kommen werden.

    Das Schriftstellerleben ist wie das Leben selbst: ein ewiger Lernprozess, eine stetige Weiterentwicklung, eine erst mit dem Tod endende Neuerfindung. Das mag manchmal ermüdend sein oder niederschmetternd. Aber es ist auch herrlich spannend.

    Insofern: auf ein Neues!

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