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  • Der Tod des inneren Kindes

    Seit heute ist die DVD von This ain’t California auf dem Markt. Marten Persiels „dokumentarische Erzählung“ über einen Wahnsinn namens Skaterszene in der ehemaligen DDR bietet reichlich Angriffspunkte für eine Diskussion über Wahrheit und Wirklichkeit. Doch darum geht es eigentlich gar nicht.

    California

    Quelle: Trailer (Screenshot)

    Fand jedenfalls ich, als ich den Film sah, um eine Rezension für Moviemaze zu schreiben. Ich brauchte eine Weile, bis ich mich von den Bildern und dem bombastischen Soundtrack erholt hatte. Erst danach wurde mir klar, dass es in den rund 90 Minuten gar nicht ums Skaten oder um die DDR geht.

    Es geht um eine Lebensphase, die viele im Nachhinein verklären und überhöhen, um sich beim Erinnern nicht gar zu schäbig zu fühlen, weil sie sich meilenweit von den Menschen entfernt haben, die sie damals waren. Es geht um die letzten Atemzüge des inneren Kindes vor der Routine des Erwachsenendaseins.

    In This ain’t California führt der Tod des einstigen Leitwolfes Denis Paraceck, genannt Panik, Skategefährten von früher wieder zusammen. Zu dem Phantom Denis haben sie nach der ultimativen Wende – dem Mauerfall – keinen Kontakt mehr gehabt. Der verstorbene Protagonist, dessen tatsächliche Identität im Dunkeln bleibt, ist ein Symbol.

    Es ist sogar das Symbol schlechthin. Denn er verkörpert all die Nostalgie, all die Kraft, all die Rebellion der Jugend, wegen derer bei Menschen in den Mühlen des Systems giftgrüner Neid aus allen Poren trieft. Auch das Skateboard wird zu einem Symbol: eines für die Freiheit, die zum Greifen nah ist. Immer und überall. In jedem Alter, an jedem Ort.

    Aber das ist auch wieder nur meine Wahrheit.

    Offizielle Seite von This ain’t California mit Trailer

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