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  • Käse – Glocken – Spiele

    Die Parteien scharren schon mal mit den Hufen. Sie schnauben noch gedämpft. Aber das wird sich ändern. Am 19. Juli beginnt die Tarifrunde für Journalisten bei Tageszeitungen. Es wird zum Streik kommen, da muss man kein Prophet sein. Und es wird mindestens so bitter werden wie vor zwei Jahren. Und das war schon bitter genug.

    Viel ließe sich jetzt schreiben über den Verlegerverband und das Schimpfwort Qualitätsmedien, über Arbeitsbedingungen gerade von Freien, über Innovationsschwächen fachblinder Gewinnmaximierer, über Wertschätzungslegastheniker und Stimmungstäler. Aber ich will darüber nicht schreiben. Es würde mich nur wütend machen.

    Journalisten müssten die Realität akzeptieren – die Forderung hört man von Verlegerseite immer wieder. Ich schaffe mir fürs Erste lieber wieder eigene Realitäten. Am 19. Juli bin ich in Maribor, meine Eurotour fortsetzen. Vergangenes Wochenende führte die mich schon halb geschäftlich und halb privat nach Savognin und Zürich. Es war erfrischend.

    Das Timing für diese Reisen nach mehrwöchiger Arbeit im Brotjob könnte kaum besser sein. Die Käseglocke, unter die ich mich zu verkriechen gedenke, wird mich abschirmen von all den miesen Vibes, die durch die deutsche Tageszeitungslandschaft flattern. Unter meiner Glocke ist es still, unter ihr gehört mein Streben dem neuen Roman. Ich habe die Arbeit vermisst.

    Und vor allem: ich will die Erstfassung abschließen, diesen Sommer noch, im Idealfall innerhalb der nächsten sechs Wochen. Auch dabei besteht die Gefahr eines Stimmungstiefs, die Gefahr, sich zu verbeißen, temporär an Grenzen zu stoßen. Aber wenigstens sind das dann keine fremdverschuldeten und von außen auferlegten.

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