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  • Vom Strampeln am Ende des Jahres

    Wer die Augen schließt, hört und spürt nur noch. Hört ein leises Surren, spürt ein sanftes Vibrieren, hört auch ab und zu ein Kratzen im Schnee. Wer dann die Augen öffnet, während er im Sessel lümmelt, weil er ahnt, dass der Gipfel hinter dem letzten Hügel naht, wem daraufhin die Sonne vom Horizont entgegenstrahlt, der schmeckt sie wieder, die Freiheit.

    Savognin

    Getriezt von der Jahresendmüdigkeit, habe ich das vergangene Wochenende auf der Skipiste in Savognin verbracht und für zwei herrlich abseitige Tage all die Dinge von mir geschoben, die mich daheim in Stuttgart auf Trab halten. Wenige Tage vor Weihnachten sind die wenigsten Aufgaben erledigt, die erledigt sein sollten. Nur für Philip gilt das nicht.

    Philip, das Blogschlagwort für den Roman, der lange Zeit auch diesen Namen im Arbeitstitel trug, bis mir ein besserer einfiel (ein besserer Arbeitstitel, nicht Name), Philip also ist abgehakt. Für dieses Jahr zumindest. Philip, ich nenne ihn hier weiter so, alles andere wäre ja verwirrend, liegt bei den Testlesern. Bis die ihr Urteil sprechen, hat Philip Sendepause.

    Ich werde 2014 weiter an ihm feilen, weil Sendepausen enden müssen, anderenfalls hießen sie nicht Sendepausen, sondern Sendeenden. Trotzdem fühlt sich die Übergabe an die Erstkritiker bereits wie ein Ende an. Und jedes Ende, nicht nur das eines Jahres, auch die von Projekten oder Projektphasen, lassen mich ausgelaugt zurück.

    Es ist dieses mehrfach beschriebene Phänomen vom Fall in ein Loch. Umhüllt von einem Schleier sitze ich darin und verharre, ergebe ich zuweilen diesem Schicksal, ärgere mich nur ab und zu über Antriebslosigkeit. Diesmal jedoch will ich mir den Schleier vom Kopf reißen, will aus dem Loch nach oben kraxeln, will wieder auf den Füßen stehen.

    Es ist keine Zeit für Jahresendmüdigkeit. Es gibt viel zu tun.

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