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  • Der Blaustrümpflerweg im Schnee

    Februar 12th, 2018

    Blick auf Stuttgart - Aussichtspunkt auf dem Blaustrümpflerweg

    Lange hatte ich auf den Schnee warten müssen. Ein wenig gar befürchtet, er würde gar nicht mehr kommen. Das wäre schlecht gewesen, sehr schlecht. Denn mein Beitrag zu dem Projekt, für das mich Aylin und Stefan Krieger von today we travel gewonnen hatten, brauchte Schnee. Eigentlich Schnee und Sonne, aber man will ja nicht zu gierig sein.

    Den November und Dezember wartete ich vergebens auf Flocken, die liegenbleiben wollten. Den Januar auch. Prompt erinnerte mich Stefan an die Deadline und ich klagte ihm mein Leid. Also räumte er mir eine Galgenfrist ein. Und ich starrte sehnsüchtig gen Himmel. Bis Sonntag vor acht Tagen. Bis kurz nach der Kehrwoche. Bis ich meine Chance witterte.

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    Weit oder wie das Leben so spielt

    Februar 2nd, 2018

    Einfach los, nach Osten. Per Anhalter, Bus, Zug oder zu Fuß, wenn ein Ozean im Weg steht auch auf Schiffen, niemals aber mit dem Flugzeug. So lange, bis man aus dem Westen wieder in Freiburg ankommt. Das nahmen sich Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier vor, setzten es um und waren bald Weit weg.

    Die Geschichte ihres Wegs um die Welt haben sie festgehalten und 2017 ins Kino gebracht. Dort hielt sich der Dokumentarfilm monatelang – er hält sich teilweise immer noch – und avancierte zum erfolgreichsten Arthaus-Kinofilm des Jahres. Zurecht, denn er ist mitreißend, schön und lebensnah.

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    Lücken schlagen mit Robert Menasse

    Januar 11th, 2018

    Auszug aus Die hauptstadt von Robert Menasse

    Der Buchpreisträger schreibt über Senf. Ganz kurz nur, ganz am Anfang von Die Hauptstadt – keinem guten Anfang, wie der Erzähler findet. Aber einen solchen könne es ohnehin nicht geben. Wegen des Problems der Vorgeschichte. Die, schreibt Robert Menasse, müsse man ausblenden, käme man am Ende doch sonst nie zum Anfang.

    Der Erzähler irrt. Es ist ein guter Anfang. Weil er einen zum lächeln bringt. Zumindest, wenn der Eine – wie ich – selbst Autor ist. Und wenn er es gewohnt ist, mit sich selbst und seinen Testlesern darüber zu debattieren, was Vorgeschichte ist, also irrelevant, und was wichtig zum Verständnis der Charaktere.

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    Wo die Ideen sprudeln (Literaturtag I)

    Januar 5th, 2018

    Ein Ausschnitt meines Regals der ungelesenen Bücher nach dem ersten Literaturtag 2018

    Der hohe Wert der ungelesenen Bücher – Why Unread Books Are More Valuable to Our Lives than Read Ones ist der Titel eines wunderbaren Brainpickings-Artikels. Er wandelt unter anderem auf den Spuren von Nassim Nicholas Taleb und handelt von Umberto Eco’s Antilibrary – also einer geballten Sammlung des (Noch-)Nicht-Wissens.

    Ungelesene Bücher sind demnach Schätze. Weil sie denjenigen, der nicht vor lauter Selbstgefälligkeit blind und taub für die Argumente anderer geworden ist, daran erinnern, womit er sich noch nicht beschäftigt hat. Und das ist eine Menge. Was läge am Anfang eines Jahres, zumal eines solchen, also näher, als sich mit frischem Lesestoff einzudecken?

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    Was vom Jahre übrig bleibt (2017)

    Dezember 30th, 2017

    Oberhalb des Circus Maximus in Rom

    Keine Frage, unbedingt! Den Giardino degli Aranci, den Orangengarten also, müsse ich mir anschauen, sagte meine römische Herbergsmama Laura und schickte mich hinaus in die Stadt. Mein Bus war voll und brauchte lange, aber irgendwann erreichte er sein Ziel.

    Sein Ziel war freilich nicht mein Ziel. Ich musste noch eine Weile laufen, bevor ich den Aventin erklommen hatte. Oberhalb des Circus Maximus hielt ich kurz inne und erfreute mich am makellos blauen Oktoberhimmel, dann schritt ich weiter voran. Vor dem Stillstand steht die Bewegung.

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