• Home
  • Blog
  • Texte
  • Reaktionen
  • Über mich
  • Impressum
  • Datenschutz

  • Archive for the ‘Anderswo’ Category

    Das Idyll von Mikro Nisi, Zakynthos

    Sonntag, August 26th, 2018

    Tor zum Meer in Mikro Nisi, Zakynthos, Griechenland

    Hinter dem weißen Törchen führten ein paar Stufen hinab zu den Felsen. Und die Felsen führten direkt ins Wasser. Jeder Schritt wollte überlegt sein, denn natürlich gab es rutschige Flächen, Unebenheiten, scharfe Kanten. Ich schürfte mir Arme und Beine auf, aber ich war glücklich; wir waren allein.

    (mehr …)

    Die WM der erhitzten Gemüter

    Donnerstag, Juni 28th, 2018

    S. vor Schloss Schönbrunn in Wien

    Kalt und windig war es in Wien – und wir viel zu luftig angezogen. Die Frauen deckten sich deswegen spontan mit winterfester Kleidung ein, die Männer bissen (mangels Ware) auf die Zähne und stürmten der Zugluft entgegen. Schließlich gab es viel zu sehen: den Prater, den Stephansdom, die Hofburg oder die Sachertorte im Demel zum Beispiel.

    Wir wanderten und wir neckten uns. S. etwa (oben zu sehen vor Schloss Schönbrunn, aber nicht zu verwechseln mit S., siehe Brandenburg und Dubrovnik) konnte es gar nicht leiden, wenn man sie fotografierte. Auch ihren Reißverschluss (ebenfalls oben vor Schloss Schönbrunn zu sehen) durfte man nicht anfassen.

    Dann aber lernten wir unsere wahren Feinde kennen: Denn es war Fußball-WM und Deutschland spielte gegen Schweden.

    (mehr …)

    In der Ruhe Brandenburgs

    Freitag, Mai 25th, 2018

    Die Möwe 1, ein schwimmendes Ferienhaus auf dem Gräbendorfer See in Brandenburg

    „Ich weiß nicht, weswegen ich aufgeregter bin: wegen der Hochzeit oder weil du meine Heimat kennenlernst“, schrieb S. Da waren es noch wenige Tage bis zur kirchlichen Trauung ihrer Schwester in der Niederlausitz, der Braut und Trauzeugin kurz nach dem Abitur den Rücken gekehrt hatten. Aber Heimat bleibt Heimat, egal wie weit man sich von ihr entfernt.

    Das Fest konnte also nur dort sein. Mit mir, dem Städter, der sich jüngst mit einem schockierenden Bekenntnis botanischen Nichtwissens disqualifiziert hatte – so schockierend, dass es an dieser Stelle unspezifiziert bleiben soll. Und nun war ich auf dem Sprung ins Niemandsland, ein Teil Brandenburgs, so jwd, dass sich selbst mobile Daten kaum hintrauen.

    Was, wenn ich das ganz schrecklich finden würde?

    (mehr …)

    Wie es auch sein könnte

    Samstag, März 24th, 2018

    Abschlussfeier der Paralympics in Pyeongchang mit Nationenfahnen

    Ich hatte einen Traum. Zwei Wochen lang. Dann kehrte ich aus Pyeongchang zurück, von den Paralympics in Südkorea. Ich sah den ersten Miesepeter auf der Straße, ich begegnete dem ersten Fremden, dem ich Feindseligkeit unterstellte und mich schämte. Und mit einem Mal spürte ich, wie schön der Traum gewesen war.

    (mehr …)

    Auf den Straßen der Stadt

    Montag, Oktober 9th, 2017

    „Ich fahr‘ demnächst auch nach Rom zum Arbeiten. Zahlt der Kunde bestimmt“, sagte T., gewohnt süffisant. Und ich zuckte mit den Achseln, gewohnt gelassen. „Mach doch.“ Es war der Neid, der aus ihm sprach. Zumindest ein wenig, versteckt hinter einem Augenzwinkern – und genährt von der schwer durchbrechbaren Kraft einer Routine, die so was nicht kennt: Einfach wegzufahren.

    (mehr …)