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  • Archive for the ‘Bühnenfühlen’ Category

    Coming soon: artspotschauer und get shorties

    Donnerstag, Oktober 4th, 2018

    Ein Teil des Teams von artspotschauer

    Es ist eine Weile her, seit ich das letzte Mal (mit Belletristik) öffentlich aufgetreten bin. Jetzt ruft die Bühne wieder. In den kommenden zweieinhalb Wochen bin ich bei zwei spannenden Veranstaltungen dabei, den get shorties am 13. Oktober in Marbach und artspotschauer am 19. und 20. Oktober in Stuttgart-Feuerbach.

    Beide Events haben ihren Reiz. Weil ich bei der einen, get shorties, schon lange einmal dabei sein wollte und hinter der anderen, artspotschauer, ein völlig neuwertiges, garantiert kurzweiliges Konzept steht.

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    Die unerwartete Sehnsucht

    Dienstag, Mai 31st, 2016

    Bastion

    Petrus bereitete einen frostigen Empfang, doch dem Sommernachtstraum war’s egal. In Halle 1 des Stuttgarter Theaterhauses wehte kein eisiger Wind, da ließ es sich entfalten. Das tat er, der Traum, dank Radio-Sinfonieorchester des SWR, dank Puck Till Schneidenbach – und dank Tobias Gralke, einem Meister des gesprochenen Worts.

    Gralke kannte ich von Poetry Slams, Shakespeare ist immer reizvoll, also zog ich hin auf die Höhen der Stadt, um zu lauschen und zu lächeln. Die Ouvertüre aus Mendelssohns Sommernachtstraum ließ mein Herz hüpfen, wie es gewiss nur klassische Musik vermag. Dann brachte Gralke Steine ins Rollen.

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    Wider die Allianz der Unnachgiebigen

    Dienstag, Oktober 21st, 2014

    Sie schienen sich gegen mich verschworen zu haben, in einer Allianz der Unnachgiebigen. Claus Weselsky ließ die Züge stoppen, Petrus die Sonne scheinen. So golden der Oktober und so beschwert die Anreise für die S-Bahn-Fahrer hatte ich am vergangenen Sonntag schon befürchtet, ich würde vor leeren Stühlen lesen. Tat ich aber nicht. Und alles wurde gut.

    Das 7. Literaturfest Ludwigsburg war prächtig besucht, obwohl die Schlangen vor dem Blühenden Barock 300 Meter weiter oder vor den Eisverkäufern auf der mediterran anmutenden Piazza in der Unteren Marktstraße naturgemäß länger waren. Trotzdem: das Interesse am geschriebenen Wort war groß. Und das Programm vielfältig.

    Ein Teil dieses Programms zu sein, im Foyer des Kulturzentrums für eine halbe Stunde eine Bühne zu bekommen, hat Spaß gemacht. Ich komme gerne wieder. Doch die Aussicht auf Spaß allein war es nicht, die mich anzog, es war auch die Gelegenheit, Auszüge aus dem Manuskript von Das Gift und das Gute zu präsentieren. Ein Testlauf gewissermaßen.

    Die Gespräche, die ich hinterher mit Zuhörenden führte, waren ermutigend. Offenbar hatte ich einen Nerv getroffen, Interesse geweckt.  Das Gefühl, das ich daraus ziehe, vermischt sich wunderbar mit dem Zwischenbericht meiner Agentur nach den ersten Verlagskontakten auf der Buchmesse.

    Und so sitze ich da und lächele. Die nächsten Monate werden spannend.

    Nicht zum Schweigen geboren

    Dienstag, Oktober 14th, 2014

    Es war im Februar 2012 und ich stand kurz vor meiner Abreise nach Palermo, da stellte ich fest, dass die italienische Sprache mir dann doch mehr Schwierigkeiten bereitet als ich geglaubt hätte. „Ist doch kein Problem für dich“, tröstete mich meine Schwester. „Zur Not schweigst du einfach vier Monate.“

    Der Notfall trat nicht ein. Ich sprach – und ich sprach Italienisch. Aber der stichelnde Rat war nicht aus der Luft gegriffen. Ich bin ein Schreiber, bin es immer gewesen. Zum Redner eigne ich mich nicht so recht.  Das teile ich mit so manchem Kollegen. Da gibt es nur ein Problem: Wer schreiben will, der muss hin und wieder auch reden können. Oder anders gesagt: lesen.

    Ein solches Hin und Wieder ist wie erwähnt am kommenden Sonntag (13 Uhr) auf dem Literaturfest in Ludwigsburg (Foyer des Kulturzentrums, Wilhelmstr. 9/1). Da kam es wie gerufen, dass der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen sein Hauptseminar zur Frankfurter Buchmesse dem Thema „Work in Progress – Vorhang auf für die perfekte Lesung“ widmete.

    Da kam dann also der Theaterprofi Rainer Kleinstück zu einem Workshop ins gemütliche Gelnhausen 50 Kilometer östlich der Messehallen, um einem guten Dutzend  Wissbegieriger die Kunst von Körper, Sprache und Rede näher zu bringen. Und dieser Rainer Kleinstück fegte dermaßen furios und humorvoll durch den Tag, dass es eine Freude war, von ihm zu lernen.

    Am Ende eines langen Tages fand, mitten im Trubel des Gelnhäuser Schelmenmarktes, in der historischen Atmosphäre des Romanischen Hauses eine Lesung statt, auf der wir Werke und Selbstbewusstsein präsentierten – unter den Augen der lokalen Presse. Ich las den Prolog aus Das Gift und das Gute, wie der neue Arbeitstitel meines Romans lautet. Und war zufrieden.

    Bis mich Rainer Kleinstück zur Seite nahm und mit mir über Schwächen sprach. Danach war ich zwar immer noch zufrieden, aber mindestens genauso motiviert. Als ich am Sonntag am Frankfurter Hauptbahnhof saß und es Zeit totzuschlagen galt, bis der Ersatzzug meines ausgefallenen ICE in Richtung Stuttgart fuhr, nahm ich mir mein Skript vor. Satz für Satz.

    Ludwigsburg kann kommen.

    Vorfreude in Zeiten der Ruhelosigkeit

    Samstag, September 20th, 2014

    Anstrengende, intensive Tage liegen hinter mir. Ich stromerte durch Redaktionen und Gassen, verdiente Geld. Ich wanderte durch Vorarlberg und Berlin, tankte Eindrücke. Anstrengende, intensive Tage liegen vor mir. Die Sommerferien sind rum, die Urlaubsvertretungen nicht. Und dann noch: Seminar auf Malta, Seminar auf der Buchmesse Frankfurt.

    Anstrengende, intensive Tage haben einen Lohn und einen Preis. Der Lohn ist die Lust am Leben, die du spürst, wenn du morgens um 4.20 Uhr zu einer Sonnenaufgangswanderung aufbrichst, rund 800 Höhenmeter vor dir. Oder wenn du Menschen interviewst wie Duncan Smith, Rockstar-Galerist aus Stuttgart, faszinierende Typen, die etwas zu erzählen haben.

    Der Preis ist die Erschöpfung – und zeitweise das Gefühl, dass alles zu viel wird, dass man gar nicht mehr in der Lage ist, die gesammelten Erfahrungen zu verarbeiten, sie einzuordnen. Ich will mir bald die Zeit dafür nehmen, das nachzuholen. Die anstrengenden, intensiven Tage, sie enden am 19. Oktober. Und sie enden mit einem großen Finale.

    Skript

    Es war im März, da kam Nicolai Köppel auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht beim von ihm organisierten 7. Ludwigsburger Literaturfest dabei sein wolle. Ich könne ja aus meinem aktuellen Roman lesen, wenn ich möchte – unabhängig davon, ob der bis dahin einer Veröffentlichung schon einen Schritt näher gekommen ist oder nicht.

    Wer diesen Blog hier näher verfolgt, weiß: das ist er bekanntlich. Und ich hoffe auf weitere in den kommenden Wochen. Aber das ließ sich damals im März noch nicht absehen. Und dennoch: Es hat keine Viertelstunde gebraucht, bis ich ihm zugesagt habe. Seitdem schwebt diese Lesung durch meinen Kopf.

    Je näher sie kommt, desto größer wird die Vorfreude. In den vergangenen Wochen habe ich den Roman nochmals überarbeitet – ja, auch das gehörte zu den anstrengenden, intensiven Tagen. Nun brenne ich darauf, Reaktionen zu erleben, zu hören, in den Gesichtern der Zuhörer abzulesen.

    In diesem Sinne: Wir sehen uns am Sonntag, 19. Oktober, um 13 Uhr im Foyer des Kulturzentrums Ludwigsburg.