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  • Archive for the ‘Gedankenblitze’ Category

    Lindholms Jazz für Ohr und Geist

    Mittwoch, Juli 11th, 2018

    Carsten Lindholm, Jan Gunnar Hoff und Shri spielen Jazz im Bix

    Am Abend, als Belgien Brasilien aus dem Turnier warf, saß ich zehn Meter von einem Fernseher entfernt. Allerdings war eine Wand zwischen mir und der Fußball-WM und ich lauschte einem Dänen, einem Norweger und einem Inder. Der Schlagzeuger und Komponist Carsten Lindholm spielte im Bix-Club Stuttgart seinen Jazz – und ich machte eine Erfahrung.

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    Die WM der erhitzten Gemüter

    Donnerstag, Juni 28th, 2018

    S. vor Schloss Schönbrunn in Wien

    Kalt und windig war es in Wien – und wir viel zu luftig angezogen. Die Frauen deckten sich deswegen spontan mit winterfester Kleidung ein, die Männer bissen (mangels Ware) auf die Zähne und stürmten der Zugluft entgegen. Schließlich gab es viel zu sehen: den Prater, den Stephansdom, die Hofburg oder die Sachertorte im Demel zum Beispiel.

    Wir wanderten und wir neckten uns. S. etwa (oben zu sehen vor Schloss Schönbrunn, aber nicht zu verwechseln mit S., siehe Brandenburg und Dubrovnik) konnte es gar nicht leiden, wenn man sie fotografierte. Auch ihren Reißverschluss (ebenfalls oben vor Schloss Schönbrunn zu sehen) durfte man nicht anfassen.

    Dann aber lernten wir unsere wahren Feinde kennen: Denn es war Fußball-WM und Deutschland spielte gegen Schweden.

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    Der Eisberg und ich

    Montag, Juli 31st, 2017

    Kürzlich erhielt ich elektronische Post von einem Verlag. „Gerne hätten wir Ihnen die Gründe für unsere Entscheidung näher erläutert, dies ist aber angesichts der vielen eingehenden Manuskripte leider nicht machbar“, stand darin. Und noch mehr. Viele seltsame Wörter. Dabei hätte ein Satz doch gereicht: „Denken Sie sich hier bitte eine Standardabsage“.

    Es ist keinesfalls so, dass ich frustriert wäre. Oder traurig. Es gab Menschen, die meinten, mich trösten zu müssen, als ich von der Mail berichtete. Ich schaute erst sie verblüfft an und dann mich selbst, verwundert, weil ich keines Trostes bedurfte. Rückschläge und Enttäuschungen pflastern meinen literarischen Weg. Sie können mir schon gar nichts mehr anhaben.

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    Vom Feiern und Gefeiert werden

    Sonntag, Januar 31st, 2016

    Die Sonne strahlte über dem Watzmann, man sah ihn gut vom Wintergarten aus. Neben mir saß meine Interviewpartnerin, vor 40 Jahren dreifache Goldmedaillengewinnerin bei den ersten Winter-Paralympics. Und im Wohnzimmer hinter uns gewann Angelique Kerber die Australian Open.

    Gut, zugegeben, es war nur die Zusammenfassung, die ich aus den Lautsprecherboxen des Fernsehers hörte. Kerber hatte ihren ersten Grand-Slam-Titel schon eine Stunde zuvor geholt. Aber das ist ein Detail, unwesentlich für diese Geschichte. Wesentlich war: Kerber hatte gewonnen. Kerber hatte alle Zweifler besiegt.

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    Schneeflocken Ende April

    Freitag, April 26th, 2013

    Nach der vorläufig letzten im Beitrag zuvor erwähnten Absage habe ich den Kurzgeschichten-Wettbewerben abgeschworen. Fürs Erste. Ich wollte nicht mehr. Sicher, ich hatte mir Abgabetermine herausgeschrieben und den Open Mike als Ausnahme von der Regel fest im Blick, aber ansonsten . . .?

    Es ist anders gekommen. Weil es Montagnacht, gegen 2.40 Uhr, klick gemacht hat und mir eine Anfangsidee kam, die wie geschaffen schien für den Wettstreit, der auf der Ignore-Liste gelandet war: der FM4 Wortlaut 2013 mit eben diesem Thema: Klick. Zwei Arbeitsabende später steht Fassung eins.

    Und dabei ist diese Geschichte vom Mann, der nicht auf sich selbst hören wollte nur eine Ablenkung gewesen von der eigentlichen mich sich einverleibenden literarischen Arbeit. Ich entwickle einen neuen Roman – systematischer als dessen Vorgänger, mit Hilfe der Schneeflocken-Methode.

    Der Feldversuch ist die Konsequenz von wochenlangem Kramen in den Schubladen des schriftstellerischem Handwerks. Es kam mir auf einen Versuch an und nun, da ich kurz davor stehe, Schritt sieben abzuschließen und Schritt acht zu meiner großen Freude nur noch reine Formsache scheint, weiß ich, dass sich der Weg gelohnt hat.

    Die Gedanken für die einzelnen Szenen schwirren durch meinen Kopf. Die meisten habe ich auf etlichen Zetteln oder in Word-Dokumenten notiert. Ich muss sie nur zusammenfügen und ordnen. Und dann geht’s los. „Nach all den Vorbereitungen wird der Autor vermutlich überrascht sein, wie schnell die Story aus den Fingern fließt“, heißt es in dem Artikel.

    Das wird toll. Und der Roman übrigens ein Thriller.