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  • Archive for the ‘Literaturtage’ Category

    Lindholms Jazz für Ohr und Geist

    Mittwoch, Juli 11th, 2018

    Carsten Lindholm, Jan Gunnar Hoff und Shri spielen Jazz im Bix

    Am Abend, als Belgien Brasilien aus dem Turnier warf, saß ich zehn Meter von einem Fernseher entfernt. Allerdings war eine Wand zwischen mir und der Fußball-WM und ich lauschte einem Dänen, einem Norweger und einem Inder. Der Schlagzeuger und Komponist Carsten Lindholm spielte im Bix-Club Stuttgart seinen Jazz – und ich machte eine Erfahrung.

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    Guter Vorsatz – weiterentwickelt

    Montag, April 30th, 2018

    Der Hafen von Dubrovnik

    Ich dachte, ich wäre schlau. Wartete, bis es dunkel war und legte dann los. Schrieb bis um halb vier morgens. Schaffte neun Seiten und fast 1500 Wörter. Immer noch weit weniger als die Hälfte für die etwas längere aktuelle Erzählung. Aber ich hatte was geleistet in der Nachtschicht. Keinen Literaturtag, aber eine Literaturnacht vollbracht.

    Den Vorsatz fürs Jahr, jede Woche einen Literaturtag einzulegen, Platz für die Leidenschaft zu schaffen, habe ich längst ad acta gelegt. Er ist schlichtweg nicht umzusetzen. Nicht, wenn man zum Beispiel zwei Wochen in Südkorea verbringt und täglich von acht bis Mitternacht arbeitet.

    Oder wenn man für die Literaturnacht dafür büßt, die komplette nächste Woche krank und matschhirnig im Bett zu verbringen. Unfähig zu schreiben.

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    Der Blaustrümpflerweg im Schnee

    Montag, Februar 12th, 2018

    Blick auf Stuttgart - Aussichtspunkt auf dem Blaustrümpflerweg

    Lange hatte ich auf den Schnee warten müssen. Ein wenig gar befürchtet, er würde gar nicht mehr kommen. Das wäre schlecht gewesen, sehr schlecht. Denn mein Beitrag zu dem Projekt, für das mich Aylin und Stefan Krieger von today we travel gewonnen hatten, brauchte Schnee. Eigentlich Schnee und Sonne, aber man will ja nicht zu gierig sein.

    Den November und Dezember wartete ich vergebens auf Flocken, die liegenbleiben wollten. Den Januar auch. Prompt erinnerte mich Stefan an die Deadline und ich klagte ihm mein Leid. Also räumte er mir eine Galgenfrist ein. Und ich starrte sehnsüchtig gen Himmel. Bis Sonntag vor acht Tagen. Bis kurz nach der Kehrwoche. Bis ich meine Chance witterte.

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    Weit oder wie das Leben so spielt

    Freitag, Februar 2nd, 2018

    Einfach los, nach Osten. Per Anhalter, Bus, Zug oder zu Fuß, wenn ein Ozean im Weg steht auch auf Schiffen, niemals aber mit dem Flugzeug. So lange, bis man aus dem Westen wieder in Freiburg ankommt. Das nahmen sich Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier vor, setzten es um und waren bald Weit weg.

    Die Geschichte ihres Wegs um die Welt haben sie festgehalten und 2017 ins Kino gebracht. Dort hielt sich der Dokumentarfilm monatelang – er hält sich teilweise immer noch – und avancierte zum erfolgreichsten Arthaus-Kinofilm des Jahres. Zurecht, denn er ist mitreißend, schön und lebensnah.

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    Lücken schlagen mit Robert Menasse

    Donnerstag, Januar 11th, 2018

    Auszug aus Die hauptstadt von Robert Menasse

    Der Buchpreisträger schreibt über Senf. Ganz kurz nur, ganz am Anfang von Die Hauptstadt – keinem guten Anfang, wie der Erzähler findet. Aber einen solchen könne es ohnehin nicht geben. Wegen des Problems der Vorgeschichte. Die, schreibt Robert Menasse, müsse man ausblenden, käme man am Ende doch sonst nie zum Anfang.

    Der Erzähler irrt. Es ist ein guter Anfang. Weil er einen zum lächeln bringt. Zumindest, wenn der Eine – wie ich – selbst Autor ist. Und wenn er es gewohnt ist, mit sich selbst und seinen Testlesern darüber zu debattieren, was Vorgeschichte ist, also irrelevant, und was wichtig zum Verständnis der Charaktere.

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