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    Der Winter ist nah, der Reiseführer schon da

    Donnerstag, September 6th, 2018

    Ausschnitt aus dem Buch Deutschland im Winter des Reisedepeschen Verlags

    Ich war noch nicht lange aus dem Flieger gestiegen, der mich aus dem Griechenland-Urlaub zurückgebracht hatte, da fischte ich ein Paket aus dem Briefkasten, das den Winter ankündigte. Ich war ein wenig deprimiert, weil sich alles herbstlich anfühlte – schlimm genug nach acht Tagen Sonne.

    Dann aber schaute ich mir das Paket genauer an.

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    Das Schweben nach der Schreibarbeit

    Mittwoch, November 8th, 2017

    Die Gewinner des Literaturwettbewerbs Schreibarbeit

    Es war Mitte September, als ich die Hoffnung aufgab, nach Wochen des Fieberns. Die Überzeugung traf mich wie ein Schlag. Mein Beitrag für den Wettbewerb Schreibarbeit im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage 2017 in Böblingen und Sindelfingen hatte es nicht geschafft. Ich wäre sonst längst benachrichtigt worden.

    Am nächsten Morgen vibrierte mein Telefon.

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    Die Zähmung der Null

    Mittwoch, Juni 4th, 2014

    „Wahnsinn, ein Geisterbahnhof“, frohlockte C., und schritt vorbei an vom Gras überwucherten Gleisen in die hölzerne Güterhalle, an deren Wänden Tafeln mit schwindenden Hinweisen wie „Der Feststellbügel schlägt hart zu“ und „Könner halten sich nicht unter schwerer Last auf“ prangten.

    Wir kamen zunächst nicht an den Zehntklässlern vorbei, die Kuchen, Brezeln und Gemüse feilboten, um ihre Abschlussfahrt zu finanzieren, doch schließlich erreichten wir die Halle doch, die vorne hell erleuchtet war und nach hinten immer dunkler wurde. Und was wir sahen, war Kunst. Beeindruckende Kunst.

    Vernissage

    Beeindruckend war sie deswegen, weil die Holzschnitte zum Thema „Gefangen im zweiten Ich“ nicht von ausgefuchsten Profis stammten, sondern von Mitschülern und vor allem Mitschülerinnen der Kuchendealer aus dem Kunstprofil 10 des Tübinger Gymnasiums der Geschwister-Scholl-Schule.

    Im Rahmen der Vernissage ist nun gestern in einer pfiffigen Kooperation die Anthologie Die Zähmung der Null vorgestellt worden. Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg hat darin Texte seiner Stipendiaten veröffentlicht – darunter auch: ich

    Meine Erzählung Übers Ziel hinaus ist in dieser Anthologie des FdS erschienen, deren Umschlag die Abbildung eines besonders dynamischen Holzschnitts ziert. Das äußere Erscheinungsbild der Geschichtensammlung ist schön geworden. Jetzt bin ich auf die inneren Werte gespannt.

    Foto: Christian Ignatzi

    Sara und die neue Ära

    Samstag, April 13th, 2013

    Ich habe in dieser Woche mal wieder eine Benachrichtigung von einem Literaturwettbewerb bekommen. Als ich die Worte „möchte ich Sie bitten, sich durch diese Entscheidung der Jury nicht entmutigen zu lassen“ las, schwoll mir kurz mal der Kamm. Diese Phrase ist mir einmal zu häufig untergekommen – und dabei wahrscheinlich längst nicht das letzte Mal.

    Umso schöner ist es, schöne Nachrichten verkünden zu können. Am Montag erscheint meine neue Kurzgeschichte Sara und die Dunkelheit. Sie ist Teil der Erstausgabe des Studentenmagazins Käpsele – und der Beginn von etwas Großem. Denn Monat für Monat werden 30.000 Hefte mit neuen Erzählungen von mir gedruckt.

    Kaepselehead

    Als die Kollegen Christian Ignatzi und Markus Brinkmann vor einem Jahr mit ihrer ambitionierten Idee für ein komplett selbstproduziertes eigenes Magazin auf mich zukamen, warf mich ihr Enthusiasmus um. Ihr Vertrauen stellte mich sofort wieder auf die Füße. Sie fragten mich, ob ich Interesse an einer Serie habe: jeden Monat eine Kurzgeschichte.

    Ich hatte in meinen vier Monaten auf Sizilien viel Zeit nachzudenken, auch über dieses Projekt und wie ich daran beteiligt sein wollte. Ich konnte mir kein richtiges Bild von der journalistischen und publizistischen Arbeit machen, die dahinterstecken würde. Das hat sich geändert, die vergangenen Wochen waren arbeitsintensiv und ich voll dabei.

    Das liegt daran, dass ich an das Projekt glaube. Und es nun, da unter meiner Schreibtischlampe hinter den Muschelkopfhörern ein Karton mit 100 ersten Exemplaren liegt, mehr denn je tue. Die Erstausgabe ist gut geworden. Aber es wird noch besser. Das ist erst der Anfang – und für mich der Beginn einer neuen persönlichen Ära.

    Der leise Knall zur Versöhnung

    Dienstag, Dezember 11th, 2012

    Die Anthologie Veränderung beginnt mit einem Flüstern mit meiner Kurzgeschichte Die Versöhnung ist jetzt erschienen. Das E-Book kostet 99 Cent. So beschreibt btb das Werk:

    Der eine will auf dem höchsten Turm der Dresdner Innenstadt nach einem anstrengenden Meeting bloß ein bisschen frische Luft schnappen, als er einen zutiefst verzweifelten jungen Mann entdeckt. Der zweite will seine Tochter noch ein letztes Mal sehen, nachdem sie sich zwanzig Jahre lang aus dem Weg gegangen waren. Die dritte ist Ärztin und kann den Tod eines ihrer kleinen Patienten kaum ertragen. Die vierte wünscht sich, sie hätte an diesem Morgen niemals die Tür geöffnet. Und die fünfte begeht des Nachts einen kaltblütigen Mord. An diesem Punkt angekommen verändert sich für jeden der fünf einfach alles.

    Die Gewinnertexte des Schreibwettbewerbs zu Kathryn Stocketts „The Help“ haben eines gemeinsam: Grundlegende Veränderungen im Leben beginnen nicht immer mit einem großen Knall, sind selten vorhersehbar und schon gar nicht planbar. Manchmal ist es eine scheinbar unwichtige, nebensächliche Situation, etwas, womit keiner gerechnet hat . . .

    Ich glaube, ich widme die Veröffentlichung Vico. Was gebe es passenderes?