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  • Archive for the ‘Videoblog’ Category

    Von Pfarrern und Schäfern

    Samstag, März 24th, 2012

    Durch mein geöffnetes Fenster dringen unverständliche italienische Gesprächsfetzen. In irgendeiner Wohnung bläst eine Donna ihrem Marito gehörig den Marsch. Er scheint sich nur zu verteidigen, das Regiment aber führt sie.

    Palermo wird zurzeit von Tag zu Tag lebendiger. Trotz bewölktem Himmel war am Foro Italico heute Nachmittag einiges los. Auch auf Sizilien strömen die Sonnenanbeter nach draußen, was vor allem daran liegen könnte, dass sie im Sommer eher vor der Hitze und dem Scirocco fliehen. Für die erste sizilianische Folge meines Videoblogs habe ich mir dann ein ruhiges Plätzchen gesucht.

    Und wenn das Wetter hält, werde ich später wieder in die Stadt eintauchen – zu weiteren interkulturellen Forschungen, wie man sie auch nennen könnte. Die beschränken sich bislang hauptsächlich auf Gespräche mit meinen Mitbewohnern. Diese Woche habe ich Ihnen von Joachim Gauck erzählt, unter anderem dass er ein ehemaliger Pastore ist. Was ich nicht wusste und zunächst zu Missverständnissen führte: Pastore heißt im Italienischen auch Schäfer.

    Wobei: das passt ja auch irgendwie.

    Der Teufel und die Poesie

    Donnerstag, Februar 23rd, 2012

    Der Countdown läuft – unerbittlich, unaufhaltsam. In sieben Tagen sitze ich um diese Uhrzeit vermutlich im T-Shirt an einem Pensionsfenster in Palermo und blicke hinab auf die Stadt, die vier Monate lang meine Heimat sein wird. Ich vermeide es daran zu denken, was ich bis dahin noch alles zu erledigen habe.

    Stattdessen löse ich lieber ein Versprechen ein: Die Kurzgeschichte, die ich gestern im Literaturhaus Stuttgart präsentiert habe und für die Ina Peters den ersten Satz geliefert hat, steht ab sofort zur Abholung bereit – entweder direkt hier oder im Texte-Bereich dieser Seite. Und in meinem neuesten Videoblog gibt es einen kleinen Auszug zu hören.

    Es war eine Herausforderung, die Geschichte zu schreiben. Aber es hat auch großen Spaß gemacht. Nun richtet sich mein Augenmerk gen Hamburg. Dort steht übermorgen ein Poetry Slam an. Es geht also weiter im Takt. Unerbittlich, unaufhaltsam. Und bevor ich falsche Eindrücke vermittle: ich genieße das alles in vollen Zügen.

    Von Teufeln und Tränen

    Samstag, Februar 11th, 2012

    Die Gewinnerin des vor vier Wochen ausgelobten Gewinnspiels steht fest: Sie heißt Ina Peters und hat mich gefesselt. Jetzt liegt es an mir, das fortzuführen und am 22. Februar das Publikum im Stuttgarter Literaturhaus zu fesseln. Noch habe ich keine genaue Vorstellung, wohin mich (oder uns) der Weg führen wird. Ich kenne nur den Ausgangspunkt. Und der lautet:

    „Als Anna den sterbenden Teufel in den Armen barg, schwor sie bittere Rache an Gott und allen seinen Engeln.“

    Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für ihre kreativen Vorschläge. Nicht alle kann ich so würdigen, wie sie es verdient hätten, dazu waren es erfreulicherweise zu viele. Aber einige weitere erste Sätze gibt es in der neuesten Folge des Videoblogs zu hören.

    Ich werf‘ dann mal meine Ideenmaschine an.

    Die inneren Werte des Bücherknasts

    Samstag, Januar 21st, 2012

    Ortsfremde sind nicht selten entsetzt. Und wie bei allem, das direkt oder indirekt mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 zusammenhängt, wurde und wird viel diskutiert über dieses Gebäude, das die neue Stadtbibliothek beherbergt, und das viele klotzig, grau und hässlich finden.

    Der koreanische Architekt Eun Young Yi hat diese Kritik immer weggelächelt und die Büchereileiterin Ingrid Bussmann leidenschaftlich darum geworben, dem Haus eine Chance zu geben. Inzwischen haben sich die Gemüter ein wenig beruhigt und die Sympathiewerte der Stadtbibliothek sind etwas gestiegen – dank des inneren Eindrucks.

     

    Ich hatte fest vor, mich vor meinem Abflug nach Palermo häufiger in der Bibliothek aufzuhalten um mich in diesem athmosphärischen Innern des Würfels treiben zu lassen. Jetzt ist das neue Jahr drei Wochen alt und ich war erst einmal dort – zu Dreharbeiten für den Videoblog.

    Zumindest ein weiteres Mal werde ich zurückkommen. Am Montag, 13. Februar, 19.30 Uhr, zur gemeinsamen Lesung mit Alexander Tuschinski und Ingeborg Wenger. Die ist zwar im Untergeschoss, aber die Treppen und Aufzüge im Haus führen ja zum Glück in beide Richtungen.

    Mit einem Satz fing alles an

    Freitag, Januar 13th, 2012

    Ich hatte mir überlegt, diesen Artikel mit einem Zitat zu beginnen. Irgendeinem tiefsinnigen, amüsanten, kreativen Satz über erste Sätze. Ich habe es gelassen. Dieser Artikel sollte nicht nach Beliebigkeit schmecken.

    Bevor ich im März für vier Monate zum Schreiben und Abtauchen nach Palermo verschwinde, habe ich im Februar gemeinsam mit anderen jungen Stuttgarter Autoren zwei Lesungen in Stuttgart, die eine am 13. Februar in der Stadtbibliothek, die andere am 22. Februar im Literaturhaus.

    Für diese zweite Lesung brauche ich noch Lesestoff. Und für diesen Lesestoff brauche ich Leser mit Lust zur Interaktion. Wie im Videoblog angekündigt suche ich einen ersten Satz, der begeistert – in erster Linie mich, danach auch alle anderen.

    Deswegen ergeht hiermit folgender Aufruf: Sendet mir per E-Mail tiefsinnige, amüsante, kreative erste Sätze, die das Potenzial haben, am Anfang einer spannenden, amüsanten oder traurigen Geschichte zu stehen. Inspiriert mich, kurbelt meine Fantasie an. Wem das am besten gelingt, winkt ein 20-Euro-Gutschein eines bekannten Internetkaufhauses und eine Widmung, die Geschichte wird auf dieser Seite veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 10. Februar.