• Home
  • Blog
  • Texte
  • Reaktionen
  • Über mich
  • Impressum
  • Datenschutz

  • Posts Tagged ‘Anthologie’

    Von Schildkröten und anderen Projekten

    Montag, März 18th, 2019

    Eigentlich sollte diese Website längst im neuen Glanz erstrahlen. Aber erst ist das Leben dazwischengekommen und dann der Tod. Soll heißen: Es ist viel passiert. Und es wird weiter viel passieren. In nächster Zeit zum Beispiel folgendes:

    zwischenraumstuttgart in der Gedok-Galerie

    Die Gedok-Galerie in der Hölderlinstr. 17 ist von Donnerstag, 21. März 2019, bis zum darauffolgenden Sonntag  (also auch während der Langen Nacht der Museen) Schauplatz der Ausstellung zwischenraumstuttgart, für die mehrere Künstlerinnen und Künstler sowie Literatinnen und Literaten Beiträge beigesteuert haben. Ich bin einer von ihnen.

    Worum es bei der Ausstellung geht? Ich zitiere aus dem Ankündigungstext:

    Umbruch, Abbruch, Aufbruch, oder einfach nur dazwischen – Dort, wo sich Löcher auftun und Staub entsteht, alte Pfade versperrt, neue Wege erzwungen werden, sich Freiräume oder Verdichtungen ergeben, Abstände sich verändern, wir uns zwischen gestern und heute bewegen, Liebgewonnenes und Bekanntes verloren geht und im Gegenzug sich Neues eröffnet, wo Abbruch Aufbruch sein soll, befindet sich alles im freien Raum dazwischen.

    Worum es in meinen zwölf Kurztexten geht? Um meine Stadt und mich, grob gesagt.

    Herausgeberschaft Anthologie (W)ORTREICH

    Von Mitte April an ist die Anthologie „(W)ORTREICH – Jahrbuch des Stuttgarter Autorenstammtischs 2019“ im Handel verfügbar. 23 Autorinnen und Autoren aus der Region Stuttgart haben sich dafür zusammengetan. Die Gewinne aus Buchverkäufen über den Handel gehen ohne Abzug als Spende an die Straßenzeitung Trott-war.

    Worum es geht? Um einen vernarbten russischen Organhändler, der seine Geschäfte in einer finnischen Sauna zu tätigen pflegt, um einen watschelnden Rentner mit rasendem Hund, um zwei bierselige Kneipenbrüder mit Marathonplänen und um vieles mehr.

    In der Anthologie sind Traditionalisten und Selfpublisher vertreten, Junge und Alterslose, Lyriker und Prosaisten, Fantasten und Realisten, Veröffentlichte und Unveröffentlichte. Die Sammlung an Kurzgeschichten und Gedichten soll zeigen, was die Region literarisch zu bieten hat. Sie soll überraschen und unterhalten.

    Joachim Speidel und ich haben die Herausgeberschaft übernommen. Von mir gibt es die Erzählung Boten zu lesen. Worum es geht? Kauft am besten das Ding und findet es selbst raus. Es ist schließlich für einen guten Zweck.

    Roman Die unverhoffte Genesung der Schildkröte

    2016 war ich in Lissabon, um einen neuen Roman zu schreiben. Voraussichtlich Ende August wird er im Berliner Carpathia Verlag erscheinen, was mich nachvollziehbarerweise sehr freut. Seit gut einer Woche steht nun auch der Titel fest: Die unverhoffte Genesung der Schildkröte.

    Worum es geht? Ich zitiere aus der Herbstvorschau des Verlags:

    Der Journalist Paul Gram hat ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff der Wahrheit. Seine jüngste Story über Mauscheleien zwischen lokaler Wirtschaft und Stadtverwaltung ist komplett erfunden – und doch wahr. So wahr jedenfalls, dass sie das Leben eines kriminellen Unternehmensbosses, eines frustrierten Detektivs, eines rachsüchtigen Schwindlers und eines Buchhalters mit gesichtslähmungsbedingtem Dauerlächeln komplett aus den Fugen bringt.

    Es entspinnt sich ein rasantes und intrigenreiches Verwirrspiel – bis einer der Protagonisten erkennt, dass sie alle nur Teil einer Geschichte sind. Die Figuren gehen auf die Barrikaden, und der Erzähler ruft in seiner Not den Leser zur Hilfe.

    Ein ungewöhnlicher und intelligenter Roman über Schein und Sein, über Selbstbestimmung und Fremdsteuerung und über den Kampf des Erzählers mit seinen Geschöpfen.

    Die Zähmung der Null

    Mittwoch, Juni 4th, 2014

    „Wahnsinn, ein Geisterbahnhof“, frohlockte C., und schritt vorbei an vom Gras überwucherten Gleisen in die hölzerne Güterhalle, an deren Wänden Tafeln mit schwindenden Hinweisen wie „Der Feststellbügel schlägt hart zu“ und „Könner halten sich nicht unter schwerer Last auf“ prangten.

    Wir kamen zunächst nicht an den Zehntklässlern vorbei, die Kuchen, Brezeln und Gemüse feilboten, um ihre Abschlussfahrt zu finanzieren, doch schließlich erreichten wir die Halle doch, die vorne hell erleuchtet war und nach hinten immer dunkler wurde. Und was wir sahen, war Kunst. Beeindruckende Kunst.

    Vernissage

    Beeindruckend war sie deswegen, weil die Holzschnitte zum Thema „Gefangen im zweiten Ich“ nicht von ausgefuchsten Profis stammten, sondern von Mitschülern und vor allem Mitschülerinnen der Kuchendealer aus dem Kunstprofil 10 des Tübinger Gymnasiums der Geschwister-Scholl-Schule.

    Im Rahmen der Vernissage ist nun gestern in einer pfiffigen Kooperation die Anthologie Die Zähmung der Null vorgestellt worden. Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg hat darin Texte seiner Stipendiaten veröffentlicht – darunter auch: ich

    Meine Erzählung Übers Ziel hinaus ist in dieser Anthologie des FdS erschienen, deren Umschlag die Abbildung eines besonders dynamischen Holzschnitts ziert. Das äußere Erscheinungsbild der Geschichtensammlung ist schön geworden. Jetzt bin ich auf die inneren Werte gespannt.

    Foto: Christian Ignatzi

    Klaus und der Niederrhein

    Donnerstag, Oktober 25th, 2012

    Mitten im Naturpark Schwalm-Nette, rund 50 Kilometer westlich von Düsseldorf, nahe der niederländischen Grenze, liegt die Gemeinde Brüggen am Niederrhein, wo morgen, am 26. Oktober, der 4. Brüggener Literaturherbst beginnt. Vermutlich wäre das an mir vorbei gegangen, gebe es nicht eine glückliche Verbindung: jene meiner ersten Veröffentlichung.

    Es war im Mai und ich auf Sizilien, als ich die Ausschreibung bemerkte: „Der Lärm verstummt, bis Stille in dir ist“ – ein Thema wie gemalt für mich – zumal ich erst Tage zuvor Cefalù besucht hatte, just auf der Suche nach ein wenig Ruhe. Also verkroch ich mich in mein palermitanisches Hinterhofzimmer und schrieb über Klaus und das Meer.

    Der Mann auf dem Foto ist nicht Klaus. Er ist nur ein Unbekannter. Aber Cefalù hatte mich inspiriert, also fand es Eingang in die Kurzgeschichte. Und diese Geschichte ist nun erschienen, in der Anthologie zum Literaturherbst des Geest-Verlags, zusammen mit einer Menge weiterer spannender und vielschichtiger Beiträge des Lärms und der Stille.

    Das – man kann es sich vorstellen – freut mich riesig. Und gerne wäre ich bei der Buchvorstellung dabei gewesen, doch Tom, mein Roman-Manuskript, hält mich gefangen. Der Literaturherbst aber läuft noch bis zum 24. November. Und so schmiede ich Pläne, habe den 21. November anvisiert. Dann gibt es eine weitere Lesung mit Texten aus der Anthologie.

    Wenn alles gut läuft, bin ich dabei. Wenn alles gut läuft, kommen Klaus und das Meer an den Niederrhein.