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    Was vom Jahre übrig bleibt (2017)

    Samstag, Dezember 30th, 2017

    Oberhalb des Circus Maximus in Rom

    Keine Frage, unbedingt! Den Giardino degli Aranci, den Orangengarten also, müsse ich mir anschauen, sagte meine römische Herbergsmama Laura und schickte mich hinaus in die Stadt. Mein Bus war voll und brauchte lange, aber irgendwann erreichte er sein Ziel.

    Sein Ziel war freilich nicht mein Ziel. Ich musste noch eine Weile laufen, bevor ich den Aventin erklommen hatte. Oberhalb des Circus Maximus hielt ich kurz inne und erfreute mich am makellos blauen Oktoberhimmel, dann schritt ich weiter voran. Vor dem Stillstand steht die Bewegung.

    Still stehen, oder besser: still sitzen, wollte ich dann unter den Bäumen des Gartens. Schließlich war ich nach Rom geflogen, um mir Zeit zur Ruhe zu nehmen. Die Ruhe zum Schreiben, die Ruhe zum Überarbeiten, die mir in den Mühlen des Alltags in der Heimat in diesem Jahr wieder zu häufig fehlte.

    Meriten eines Jahres

    Wenn ich (wie zuletzt immer rund um Silvester) zurückblicke auf das vorangegangene Jahr, dann fällt meine literarische Bilanz eigentlich positiv aus. Die Schreibarbeit war ein Motivationsschub, ich habe einen Roman fertiggestellt und einem Lektor sowie einer Agentin meines Vertrauens vorgelegt.

    Trotzdem: Was bleibt, ist vor allem das Gefühl, im November und Dezember gehetzt gewesen zu sein. Das Pflichtgefühl kann ein gieriger Genosse sein. Es zerrt an einem, es ist selten befriedigt, es fordert immer mehr. Es gab viel zu tun abseits der Literatur. Und es blieb wenig Zeit für die schönen Künste.

    Das darf nicht sein, das muss sich ändern.

    Der gute Vorsatz für 2018: 52 Literaturtage

    Kurz nach Weihnachten stand ich unter der Dusche und mit dem Shampoo verschwand auch die Anspannung im Abfluss. Ich kenne diese flüchtigen Momente, in denen alles leicht wird. Und ich sehe immer wieder, wie sie mir durch die Finger rinnen. So ist der Lauf der Zeit.

    Den Tag und die Woche klug zu strukturieren und dem Plan konsequent zu folgen, ist eine Herausforderung, an der ich regelmäßig scheitere. Der ich mich aber trotzdem immer wieder stelle. Dem Gefühl, mehr schaffen zu wollen, in einem doppelten Sinne, begegne ich ständig. Zu selten hallt es nach.

    So entstand die Idee, mir 2018 jede Woche (mindestens) einen Tag freizuräumen, an dem ich der Literatur Priorität schenke. Und über diese Literaturtage im Blog zu berichten – ein bisschen Druck muss sein. Am 4. Januar lege ich los. Es wird ein Literaturfest.

    Insofern: Auf ein Neues!