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    Von Pfarrern und Schäfern

    Samstag, März 24th, 2012

    Durch mein geöffnetes Fenster dringen unverständliche italienische Gesprächsfetzen. In irgendeiner Wohnung bläst eine Donna ihrem Marito gehörig den Marsch. Er scheint sich nur zu verteidigen, das Regiment aber führt sie.

    Palermo wird zurzeit von Tag zu Tag lebendiger. Trotz bewölktem Himmel war am Foro Italico heute Nachmittag einiges los. Auch auf Sizilien strömen die Sonnenanbeter nach draußen, was vor allem daran liegen könnte, dass sie im Sommer eher vor der Hitze und dem Scirocco fliehen. Für die erste sizilianische Folge meines Videoblogs habe ich mir dann ein ruhiges Plätzchen gesucht.

    Und wenn das Wetter hält, werde ich später wieder in die Stadt eintauchen – zu weiteren interkulturellen Forschungen, wie man sie auch nennen könnte. Die beschränken sich bislang hauptsächlich auf Gespräche mit meinen Mitbewohnern. Diese Woche habe ich Ihnen von Joachim Gauck erzählt, unter anderem dass er ein ehemaliger Pastore ist. Was ich nicht wusste und zunächst zu Missverständnissen führte: Pastore heißt im Italienischen auch Schäfer.

    Wobei: das passt ja auch irgendwie.

    Der Schreiber bricht sein Schweigen

    Dienstag, Januar 10th, 2012

    2007 belegte ich an der Universität einen Anfängersprachkurs in Italienisch. Wegen chronischem Nichtgebrauch der mühsam angeeigneten Kenntnisse ist das meiste Gelernte irgendwo ganz tief in meinem Kopf verschwunden. Das Auffrischen erfordert Disziplin und Geduld.

    Nun gibt es ein paar Freunde und Bekannte, die sinngemäß meinen, ich könne mir die Zeit sparen. Weil ich da unten in Palermo ohnehin vier Monate schweigen werde. Es sind dieselben Freunde und Bekannte, die behaupten, ich wäre alles, aber ganz sicher kein Mann des gesprochenen Worts. Und die damit Recht haben. Bis zu einem gewissen Punkt.

    Ich wünschte, ich könnte jetzt die Gesichter dieser Menschen sehen. Heute starte ich auf Youtube einen Videoblog. Wie bei so vielen Dingen, die dieses Jahr betreffen, weiß ich nicht genau, was auf mich zukommt. Und auch wenn ich mir bei der Premiere vorkam wie ein aufgescheuchtes Reh vor einer Lastwagenkolonne mit Monsterscheinwerfern, bin ich doch irgendwie angefixt. In einem Jahr voller Experimente und Abenteuer wird der Videoblog zum weiteren kleinen Baustein.

    Im Nachhinein interessant ist übrigens, dass ich in Folge I den Anglizismus „Cut“ verwende. Bei den Takes zuvor habe ich das Wort nämlich ständig gebrüllt. . .