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    Neun Minuten für die Ewigkeit

    Sonntag, März 27th, 2016

    Leipzig

    Die Nervosität versetzte mich. Ich nahm es ihr nicht übel. Ich hatte nicht auf sie gewartet, hatte sie nur erwartet. Doch als sie nicht aufkreuzte, stellte ich mich in die Reihe der Wartenden und blickte nach vorn. Wartete und blickte noch entschlossener nach vorn. In die Gesichter der Lektorinnen.

    Eigentlich bin ich schon vor diesem Trip zur Buchmesse nach Leipzig reif für die Hängematte gewesen, in der ich diese Ostern baumele. Doch diese Reise, diese Extraschicht zu verpassen, hätte ich mir nicht verziehen. In den Messehallen lauerten Gelegenheiten. Komprimiert auf neun Minuten.

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    Wege nach und aus Frankfurt

    Samstag, Oktober 13th, 2012

    Von all den Erkenntnissen, die mich meine Studienzeit gelehrt haben, ist eine am hartnäckigsten haften geblieben: dem Glück jagt man am effektivsten hinterher, wenn man einen kleinen Schritt vor den nächsten setzt. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sie sich mit dem mehrfach betonten Glauben vermählt, dass der Weg beim Gehen entsteht.

    Nicht zu wissen, wohin dieser Weg führt, ist eine unmittelbare Konsequenz, die mich nicht im Mindesten beunruhigt oder stört. Ich habe den permanenten Dunst vor meinen Augen akzeptiert, das Vorantasten von einer Nebelbank in die nächste, den gelegentlichen Aufprall auf verschlossene Türen. Weil die Erfahrung zeigt, dass sich irgendwo in der Nähe eine offene findet.

    Die Frankfurter Buchmesse zu besuchen war eine jener Entscheidungen in die Ungewissheit hinein. Was ich wollte war, meiner Nachfolgerin, der Gewinnerin von You want to read in Frankfurt 2012, Ursula Kirchenmayer, zuzuhören und zu gratulieren. Was ich hoffte war, vor oder hinter den Ständen mit dem einen oder anderen jungen (oder auch älteren) Verlagsmenschen ins Gespräch zu kommen.

    Man hatte im Vorfeld meine Erwartungen gedämpft. Als unveröffentlichter Autor auf die Buchmesse zu gehen? Kann man vergessen! Verleger und Lektoren hätten viel zu viele Termine, um sich auch noch mit den Unverlangten zu beschäftigen. Es gibt Kollegen mit Doppelleben die behaupten, es hinge alles davon ab, ob man sich als Journalist oder Autor vorstelle.

    Doch die Journalistenkarte wollte und musste ich nicht ausspielen. Es haben sich auch so Gespräche ergeben. Gespräche und Kontakte über bereits bestehende. Zaghafte Kontakte nur, aber das ist nicht nur system-, sondern auch theorieimmanent. Entscheidend ist: der Weg ist ein Stück weiter entstanden, ich bin ein Schrittchen vorangekommen.

    In welche Richtung? Das weiß ich nach dem nächsten Schritt. Oder dem übernächsten.

    Coaching in Charlottenburg

    Montag, September 10th, 2012

    Der Flug in die Hauptstadt war mit sanften Turbulenzen verbunden. Erst fehlte der Kapitän aus nicht näher erklärten Gründen – einige spekulierten, er sei betrunken, andere nicht getrunken genug gewesen. Und als der Ersatzmann aus Köln im Cockpit saß und wir auf die Startbahn rollten, fiel ein Instrument aus. Verspätung gesamt: drei Stunden.

    Der Wochenendtrip hat sich trotzdem gelohnt. Nicht nur, weil ein Jahr wie dieses ohne Berlin-Aufenthalt unvollständig geblieben wäre, sondern wegen des Schnupperseminars der Akademie für Autoren, auf das ich durch einen Hinweis des Bundesverbands junger Autoren aufmerksam wurde.

    An einem Tag den kompletten Weg Von der Buchidee zum Verlagsvertrag zu marschieren ist natürlich illusorisch. Doch darum ging es mir nicht. Ich hatte ein Exposé, ich hatte eine Leseprobe und ich bekam – sie mögen mir die Bezeichnung verzeihen – zwei alte Verlagshasen, die mir ein verarbeitbares Feedback dazu gaben.

    Allein zu erfahren, wie man ein Exposé, mein Exposé, am klügsten aufbaut, war mir angesichts vieler widersprüchlicher Ratgeber die Investition von (absolut fairen) 70 Euro für ein Tagesgruppenseminar wert. Dazu gaben Maria Koettnitz und Dr. Harry Olechnowitz noch hilfreiche Einblicke ins Seelenleben von Lektoren und Verlagen.

    Wie nicht anders zu erwarten war, taten auch diese Wahrheiten zuweilen weh. Aber ohne Schmerz kann es keinen Fortschritt geben. Der Weg zum Verlagsvertrag ist lang und dahinter liegen weitere steinige. Aber ich kenne die Richtung.

    Die Sache mit den Manuskripten

    Montag, Juni 11th, 2012

    Das Leben mit Tom ruht. Ich werde mich ihm erst nach der Rückkehr in die Heimat wieder widmen. Dennoch: bis meine finale Version steht, wird es nicht mehr lange dauern. Ich rechne mit Ende Juli. Danach müsste eigentlich die Suche nach einem Verlag beginnen. Eigentlich.

    Seien wir einmal realistisch: die Chancen für ein unverlangt eingesendetes Manuskript sind gleich null. Um mit seinem Projekt durchzudringen muss alles stimmen: von der Kompatibilität zum Verlagsprogramm über die Stimmung des Lektors bis hin zu seinem aktuellen Stressfaktor – ja sogar die Qualität von Leseprobe und Exposé entscheiden mit.

    Also, liebe Verlage: lassen wir das doch mit den üblichen Spielchen. Ich verschone euch mit meinen Papierstapeln und Ihr meldet euch einfach bei mir, wenn Ihr Interesse an Tom habt. Meine Kontaktdaten findet Ihr hier, ein Interview zum Projekt könnt Ihr hier lesen, inklusive eines natürlich vorläufigen Klappentextes.

    Ich versichere, dass bis jetzt noch kein Verlag Exposé und Leseprobe zu Gesicht bekommen hat, mit Agenten müsst ihr euch auch nicht herumschlagen. Einstweilen sammle ich mal weitere Argumente für eine Veröffentlichung.

    P.S. Ein Satz noch zu den Druckkostenzuschusshäusern. Ihr dürft euch selbstverständlich nicht angesprochen fühlen.