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    Guter Vorsatz – weiterentwickelt

    Montag, April 30th, 2018

    Der Hafen von Dubrovnik

    Ich dachte, ich wäre schlau. Wartete, bis es dunkel war und legte dann los. Schrieb bis um halb vier morgens. Schaffte neun Seiten und fast 1500 Wörter. Immer noch weit weniger als die Hälfte für die etwas längere aktuelle Erzählung. Aber ich hatte was geleistet in der Nachtschicht. Keinen Literaturtag, aber eine Literaturnacht vollbracht.

    Den Vorsatz fürs Jahr, jede Woche einen Literaturtag einzulegen, Platz für die Leidenschaft zu schaffen, habe ich längst ad acta gelegt. Er ist schlichtweg nicht umzusetzen. Nicht, wenn man zum Beispiel zwei Wochen in Südkorea verbringt und täglich von acht bis Mitternacht arbeitet.

    Oder wenn man für die Literaturnacht dafür büßt, die komplette nächste Woche krank und matschhirnig im Bett zu verbringen. Unfähig zu schreiben.

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    Weit oder wie das Leben so spielt

    Freitag, Februar 2nd, 2018

    Einfach los, nach Osten. Per Anhalter, Bus, Zug oder zu Fuß, wenn ein Ozean im Weg steht auch auf Schiffen, niemals aber mit dem Flugzeug. So lange, bis man aus dem Westen wieder in Freiburg ankommt. Das nahmen sich Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier vor, setzten es um und waren bald Weit weg.

    Die Geschichte ihres Wegs um die Welt haben sie festgehalten und 2017 ins Kino gebracht. Dort hielt sich der Dokumentarfilm monatelang – er hält sich teilweise immer noch – und avancierte zum erfolgreichsten Arthaus-Kinofilm des Jahres. Zurecht, denn er ist mitreißend, schön und lebensnah.

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    Lücken schlagen mit Robert Menasse

    Donnerstag, Januar 11th, 2018

    Auszug aus Die hauptstadt von Robert Menasse

    Der Buchpreisträger schreibt über Senf. Ganz kurz nur, ganz am Anfang von Die Hauptstadt – keinem guten Anfang, wie der Erzähler findet. Aber einen solchen könne es ohnehin nicht geben. Wegen des Problems der Vorgeschichte. Die, schreibt Robert Menasse, müsse man ausblenden, käme man am Ende doch sonst nie zum Anfang.

    Der Erzähler irrt. Es ist ein guter Anfang. Weil er einen zum lächeln bringt. Zumindest, wenn der Eine – wie ich – selbst Autor ist. Und wenn er es gewohnt ist, mit sich selbst und seinen Testlesern darüber zu debattieren, was Vorgeschichte ist, also irrelevant, und was wichtig zum Verständnis der Charaktere.

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    Wo die Ideen sprudeln (Literaturtag I)

    Freitag, Januar 5th, 2018

    Ein Ausschnitt meines Regals der ungelesenen Bücher nach dem ersten Literaturtag 2018

    Der hohe Wert der ungelesenen Bücher – Why Unread Books Are More Valuable to Our Lives than Read Ones ist der Titel eines wunderbaren Brainpickings-Artikels. Er wandelt unter anderem auf den Spuren von Nassim Nicholas Taleb und handelt von Umberto Eco’s Antilibrary – also einer geballten Sammlung des (Noch-)Nicht-Wissens.

    Ungelesene Bücher sind demnach Schätze. Weil sie denjenigen, der nicht vor lauter Selbstgefälligkeit blind und taub für die Argumente anderer geworden ist, daran erinnern, womit er sich noch nicht beschäftigt hat. Und das ist eine Menge. Was läge am Anfang eines Jahres, zumal eines solchen, also näher, als sich mit frischem Lesestoff einzudecken?

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    Was vom Jahre übrig bleibt (2017)

    Samstag, Dezember 30th, 2017

    Oberhalb des Circus Maximus in Rom

    Keine Frage, unbedingt! Den Giardino degli Aranci, den Orangengarten also, müsse ich mir anschauen, sagte meine römische Herbergsmama Laura und schickte mich hinaus in die Stadt. Mein Bus war voll und brauchte lange, aber irgendwann erreichte er sein Ziel.

    Sein Ziel war freilich nicht mein Ziel. Ich musste noch eine Weile laufen, bevor ich den Aventin erklommen hatte. Oberhalb des Circus Maximus hielt ich kurz inne und erfreute mich am makellos blauen Oktoberhimmel, dann schritt ich weiter voran. Vor dem Stillstand steht die Bewegung.

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