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    Das Alte, das Neue und das Ewige

    Sonntag, November 29th, 2015

    Treppen

    Die Treppen haben sich nicht verändert. Sind noch genauso wie ’91 bei der ersten Begegnung. Oder wie 2000, nach dem Abi. Und warum sollten sie auch verändern? Es sind schließlich Treppen.

    Mein altes Gymnasium oberhalb der Treppen dagegen verändert sich. Sie bauen es um. Zurzeit sind die Naturwissenschaften dran. Ein ganzer Trakt, versteckt hinter Bauabsperrungen. Für Schüler und Lehrer eine Belastung. Aber was ist das für ein Symbol! Die Schule, ein Ort der Bewegung, der Veränderung.

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    Der leise Knall zur Versöhnung

    Dienstag, Dezember 11th, 2012

    Die Anthologie Veränderung beginnt mit einem Flüstern mit meiner Kurzgeschichte Die Versöhnung ist jetzt erschienen. Das E-Book kostet 99 Cent. So beschreibt btb das Werk:

    Der eine will auf dem höchsten Turm der Dresdner Innenstadt nach einem anstrengenden Meeting bloß ein bisschen frische Luft schnappen, als er einen zutiefst verzweifelten jungen Mann entdeckt. Der zweite will seine Tochter noch ein letztes Mal sehen, nachdem sie sich zwanzig Jahre lang aus dem Weg gegangen waren. Die dritte ist Ärztin und kann den Tod eines ihrer kleinen Patienten kaum ertragen. Die vierte wünscht sich, sie hätte an diesem Morgen niemals die Tür geöffnet. Und die fünfte begeht des Nachts einen kaltblütigen Mord. An diesem Punkt angekommen verändert sich für jeden der fünf einfach alles.

    Die Gewinnertexte des Schreibwettbewerbs zu Kathryn Stocketts „The Help“ haben eines gemeinsam: Grundlegende Veränderungen im Leben beginnen nicht immer mit einem großen Knall, sind selten vorhersehbar und schon gar nicht planbar. Manchmal ist es eine scheinbar unwichtige, nebensächliche Situation, etwas, womit keiner gerechnet hat . . .

    Ich glaube, ich widme die Veröffentlichung Vico. Was gebe es passenderes?

    Im wohligen Schatten der Guten Geister

    Sonntag, Dezember 2nd, 2012

    Ich weiß noch, es war vor etwa einem Jahr, da zermarterte ich mir meinen Kopf wegen der Ausschreibung eines Wettbewerbs. Veränderung beginnt mit einem Flüstern hieß der und verlangte eine „berührende Kurzgeschichte“. Und wie ich auf dem Weg zu einem Auftrag für die Zeitung durchs Leinfeldener Laub lief, sah ich unvermittelt eine Einstiegsszene vor mir.

    Der Rest kam, wie es so häufig ist, beim Gehen und Schreiben. Die entstandene Geschichte trägt den Titel Die Versöhnung und wird am Montag, 10. Dezember, in einem erschwinglichen E-Book erscheinen, zusammen mit den Beiträgen vierer wundervoller Kolleginnen. Das hat der btb Verlag jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

    Für mich schließt sich ein Kreis. 2011 war der Wettbewerb der letzte Anlass fürs belletristische Arbeiten, nun blicke ich (nicht nur) dank dieser Veröffentlichung lächelnd zurück auf ein Jahr des Aufbruchs. Und zu verdanken habe ich den Erfolg der Tatsache, dass ich den Film The Help rezensiert habe und so auf die Aufschreibung aufmerksam wurde.

    Dass die Autorin der Romanvorlage, Kathryn Stockett, mit ihrem Manuskript bei so vielen Agenten abblitzte, bevor es ein Erfolg wurde, amüsiert mich übrigens immer noch. Es zeigt mir: den Beharrlichen gehört die Welt.

    Flüstertüten und Schreihälse

    Dienstag, Dezember 13th, 2011

    Veränderung beginnt mit einem Flüstern. So sah es zumindest der btb-Verlag, als er seinen Schreibwettbewerb ausschrieb. Es ist der letzte Aufruf in diesem Jahr, dem ich gefolgt bin – mit gewissen Zweifeln, weil ich in mir nicht den Prototypen eines Schreibers sehe, der (wie verlangt) berührende Geschichten verfasst. Bewegend vielleicht, aber nicht berührend. Oder doch?

    Einem Zweifel auch, weil ich wegen des Themas fremdelte. Zwei Tage hintereinander wiederholte ich es in meinem Kopf immer wieder. Entwickelte Ideen und verwarf sie im nächsten Moment. Bis ich eine fand von der ich glaubte es würde sich lohnen, ihr zu vertrauen. Ob das Resultat je jemand anderes als Testleserin C. zu Gesicht bekommen wird, weiß ich nicht.

    Als ich vor einigen Wochen auf einer Party einem leidgeplagten Kollegen von der Ausschreibung berichtete – wir standen atmend auf einem vom Zigarettenrauch umhüllten Balkon, wenige Meter über der belebten Stuttgarter Innenstadt – da schüttelte er den Kopf. Veränderung beginnt mit einem Flüstern – damit war er nicht einverstanden.

    Veränderung beginne mit einem Ausbruch, der selten leise vonstatten gehe, meinte er. Und ich musste an meinen ehemaligen Dozenten für politische Theorie denken, einem Anhänger von Adorno und Horkheimer, der einmal – bevor die bayerische Uni beschloss, seinen Vertrag nicht zu verlängern – vom Zorn gesprochen habe, von dem er hoffe, dass er irgendwann so gewaltig werde, dass er die Furcht verdränge.

    2011 ist ein Jahr historischer Veränderungen. Aber geflüstert haben beim Verändern tatsächlich die wenigsten.