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    Das Idyll von Mikro Nisi, Zakynthos

    Sonntag, August 26th, 2018

    Tor zum Meer in Mikro Nisi, Zakynthos, Griechenland

    Hinter dem weißen Törchen führten ein paar Stufen hinab zu den Felsen. Und die Felsen führten direkt ins Wasser. Jeder Schritt wollte überlegt sein, denn natürlich gab es rutschige Flächen, Unebenheiten, scharfe Kanten. Ich schürfte mir Arme und Beine auf, aber ich war glücklich; wir waren allein.

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    Guter Vorsatz – weiterentwickelt

    Montag, April 30th, 2018

    Der Hafen von Dubrovnik

    Ich dachte, ich wäre schlau. Wartete, bis es dunkel war und legte dann los. Schrieb bis um halb vier morgens. Schaffte neun Seiten und fast 1500 Wörter. Immer noch weit weniger als die Hälfte für die etwas längere aktuelle Erzählung. Aber ich hatte was geleistet in der Nachtschicht. Keinen Literaturtag, aber eine Literaturnacht vollbracht.

    Den Vorsatz fürs Jahr, jede Woche einen Literaturtag einzulegen, Platz für die Leidenschaft zu schaffen, habe ich längst ad acta gelegt. Er ist schlichtweg nicht umzusetzen. Nicht, wenn man zum Beispiel zwei Wochen in Südkorea verbringt und täglich von acht bis Mitternacht arbeitet.

    Oder wenn man für die Literaturnacht dafür büßt, die komplette nächste Woche krank und matschhirnig im Bett zu verbringen. Unfähig zu schreiben.

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    Wo die Ideen sprudeln (Literaturtag I)

    Freitag, Januar 5th, 2018

    Ein Ausschnitt meines Regals der ungelesenen Bücher nach dem ersten Literaturtag 2018

    Der hohe Wert der ungelesenen Bücher – Why Unread Books Are More Valuable to Our Lives than Read Ones ist der Titel eines wunderbaren Brainpickings-Artikels. Er wandelt unter anderem auf den Spuren von Nassim Nicholas Taleb und handelt von Umberto Eco’s Antilibrary – also einer geballten Sammlung des (Noch-)Nicht-Wissens.

    Ungelesene Bücher sind demnach Schätze. Weil sie denjenigen, der nicht vor lauter Selbstgefälligkeit blind und taub für die Argumente anderer geworden ist, daran erinnern, womit er sich noch nicht beschäftigt hat. Und das ist eine Menge. Was läge am Anfang eines Jahres, zumal eines solchen, also näher, als sich mit frischem Lesestoff einzudecken?

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    Das Schweben nach der Schreibarbeit

    Mittwoch, November 8th, 2017

    Die Gewinner des Literaturwettbewerbs Schreibarbeit

    Es war Mitte September, als ich die Hoffnung aufgab, nach Wochen des Fieberns. Die Überzeugung traf mich wie ein Schlag. Mein Beitrag für den Wettbewerb Schreibarbeit im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage 2017 in Böblingen und Sindelfingen hatte es nicht geschafft. Ich wäre sonst längst benachrichtigt worden.

    Am nächsten Morgen vibrierte mein Telefon.

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    Der lange Atem der Verbundenheit

    Mittwoch, Juli 15th, 2015

    Cefalu

    Ich weiß noch, wie ich V. das erste Mal sah. Sofort eingeschüchtert, stand ich vor ihr und hielt mich an einem schüchternen Lächeln fest. Fast dreieinhalb Jahre ist das jetzt her. Nun ist V. Teil einer Geschichte. Ihre Augen empfangen den Leser am Einstieg einer Reportage über das Reiseziel Palermo.

    Palermo also, wieder Palermo. Immer noch Palermo. Ich habe eine Weile gegrübelt. Es hätte auch Norwegen sein können. Oder Ungarn. Slowenien. Vorarlberg. Andere Teile Italiens. Die Reisen liegen näher in der Vergangenheit, die Eindrücke sind frischer. Doch nein, für diesen Wettbewerb musste es Palermo sein.

    Also wartete ich auf Inspiration. Fand sie in Waldsee. Fing an zu schreiben. Zunächst noch ohne V.s Auftritt. Berauschte mich an einem stilistischen Einfall, mit dem mich Paul Auster gefesselt hatte und den ich übernahm. Schrieb und erinnerte. Schrieb und lächelte. Schrieb und träumte.

    A., die Reisereportagen-Expertin, war semibegeistert vom Text. Ihr war er zu literarisch, zu individuell. Ich dachte darüber nach. Musste ihr recht geben. Konnte mich trotzdem nicht trennen. Schmiedete Pläne, aus dem Fragment etwas Neues zu schaffen, eine Erzählung, einen Romaneinstieg vielleicht sogar. Scheiterte.

    Legte die Version also erst einmal weg. Widmete mich wieder der eigentlichen Aufgabe einer Reportage. Begrub den eigenwilligen Stil. Baute V. ein und schrieb erneut. Lächelte erneut. Träumte erneut. Kehrte zurück in die Stadt, die nur versteht, wer  . . .

    Es kommt vor, dass ich mich in den Ordner mit den Fotos klicke. Jenes da oben aus Cefalù, wo ich einst die Stille suchte und sie auf wunderbare Weise fand, gehört zu meinen Lieblingen.Im Schreiben erfuhr ich aufs Neue: Palermo lässt mich nicht los. Die Insel lockt noch immer.

    Ich sollte mal wieder zurückkehren. So tatsächlich.