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  • Posts Tagged ‘Winter’

    Der Winter ist nah, der Reiseführer schon da

    Donnerstag, September 6th, 2018

    Ausschnitt aus dem Buch Deutschland im Winter des Reisedepeschen Verlags

    Ich war noch nicht lange aus dem Flieger gestiegen, der mich aus dem Griechenland-Urlaub zurückgebracht hatte, da fischte ich ein Paket aus dem Briefkasten, das den Winter ankündigte. Ich war ein wenig deprimiert, weil sich alles herbstlich anfühlte – schlimm genug nach acht Tagen Sonne.

    Dann aber schaute ich mir das Paket genauer an.

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    Der Blaustrümpflerweg im Schnee

    Montag, Februar 12th, 2018

    Blick auf Stuttgart - Aussichtspunkt auf dem Blaustrümpflerweg

    Lange hatte ich auf den Schnee warten müssen. Ein wenig gar befürchtet, er würde gar nicht mehr kommen. Das wäre schlecht gewesen, sehr schlecht. Denn mein Beitrag zu dem Projekt, für das mich Aylin und Stefan Krieger von today we travel gewonnen hatten, brauchte Schnee. Eigentlich Schnee und Sonne, aber man will ja nicht zu gierig sein.

    Den November und Dezember wartete ich vergebens auf Flocken, die liegenbleiben wollten. Den Januar auch. Prompt erinnerte mich Stefan an die Deadline und ich klagte ihm mein Leid. Also räumte er mir eine Galgenfrist ein. Und ich starrte sehnsüchtig gen Himmel. Bis Sonntag vor acht Tagen. Bis kurz nach der Kehrwoche. Bis ich meine Chance witterte.

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    Auf einen Lebkuchen im Schlafsack

    Freitag, November 1st, 2013

    Die Sonne schien uns ins Gesicht, doch ihre Strahlen drangen nicht mehr in voller Stärke zu uns durch. Die Rückenlehne meines Stuhls war noch warm vom Vorsitzer. Aber auch sie kühlte rasch ab. D. und ich lächelten trotzdem. Nach einer kraftgetriebenen Rückenmassage in ein Badetuch gewickelt saßen wir im Freien und wussten, dass alles gut ist.

    Mit dem Besuch in der Therme ließen wir den Oktober hinter uns, der für uns beide anstrengend gewesen ist. Meine Verspannungen zu lösen hat mehrere Anläufe gekostet, aber ich verließ den Wellness-Bereich als befreiter Mann. Und als am Abend die Kälte drohte, an mir hochzukriechen, verkroch ist mich – in meinen Schlafsack.

    Wenn es auf den Winter zugeht, ist mir der alte Kamerad ein treuer häuslicher Begleiter. Mitte der Neunziger waren wir schon gemeinsam im Zeltlager an der Costa Brava, heute wärmt er mich beim Überarbeitungspläne schmieden. Rechts neben mir liegt ein vernachlässigtes Manuskript und buhlt um Aufmerksamkeit.

    In den vergangenen Wochen war es zeitweise so, dass mich allein der Gedanke an die im letzten Beitrag angedeuteten Aufgaben und Projekte lähmte, weil ich in ihrem Sog zu ertrinken fürchtete. Da war kein Platz für Kreativität, jedenfalls keiner für literarische. Doch das liegt hinter mir. Und vor mir liegt: der November.

    Ich habe eine selbstauferlegte Frist, die mich daran hindert, vor dem 1.11. Lebkuchen anzurühren. Das ist mein persönlicher Protest gegen eigenwillige Zeitpläne der Lebensmittelmärkte. Bei nächster Gelegenheit werde ich mir Herzen, Sterne, Brezeln besorgen – als Nervennahrung im Schlafsack.

    Und nein, ich beteilige mich nicht am NaNoWiMo. Aber ich überarbeite. Endlich.